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Natur

Beschreibung Natur

Biodiversität

Der Siedlungsraum ist ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten. Wird diesen keinen Platz gegeben, schreitet das Artensterben ungebremst voran. Auch die Hitze in dichtbesiedelten Gebieten setzt Mensch und Tier zu. Umso wichtiger sind Pflanzen und Bäume im Siedlungsraum.

Simon Zünd ist Biodiversitätsbeauftragter beim Unterhaltsdienst. Er vermittelt sein Wissen über die Natur und Biodiversität gerne weiter. Er betreut Biodiversitäts-Projekte, bekämpft Neophyten, behält die Naturschutzgebiete im Auge und ist für die Grünflächen der Gemeinde verantwortlich. Er pflegt Flachdächer, Bäume oder die Rabatten der 30er Zonen. Daneben steht er den Diepoldsauerinnen und Diepoldsauern beratend zur Seite. Er begutachtet Gärten und gibt gerne  Pflanztipps.

Alle sind gefordert
Simon Zünd ist überzeugt, dass alle einen Beitrag leisten können - Gartenbesitzer, Landwirte, auch Unternehmen. Freie Flächen und Gärten sollten möglichst grün und biodivers bepflanzt sein. Die Leute müssen mehr Mut zur Unordnung haben und auch mal etwas stehen lassen. Sie sollten den Rasen nur dort mähen, wo er auch genutzt wird und sonst der Natur überlassen. Er ist überzeugt, die Gartenbesitzer werden Freude haben, was entsteht. Schliesslich machten alle Gärten im Dorf zusammengefasst auch eine grosse Fläche aus.

Neophytenbekämpfung 

Diverse Pflanzen wurden teilweise aus anderen Kontinenten eingeschleppt und vermehren sich sehr effizient auf Kosten der einheimischen Vegetation. Gewisse Arten stellen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar; andere bedrohen die Vielfalt der einheimischen Flora.

Problempflanzen mit dem grössten Schadenpotential sind:

  1. Aufrechtes Traubenkraut (Ambrosia)
  2. Japanknöterich
  3. Goldrute
  4. Drüsiges Springkraut
  5. Riesenbärenklau
  6. Jakobskreuzkraut
  7. Berufskraut
  8. Greiskraut

Brachliegende Standorte (Bachufer, Strassenböschungen, ungenutzte Flächen, etc.) werden auch dieses Jahr durch Mitarbeiter des Unterhaltsdienstes kontrolliert und festgestellte Problempflanzen fachgerecht entsorgt. Bei der Kontrolle und Bekämpfung im eigentlichen Siedlungsgebiet sind wir auf die Mithilfe der Grundeigentümer angewiesen.

Bei der Neophytenbekämpfung fällt Pflanzenmaterial an, welches weder kompostiert, liegengelassen oder der Grüngutsammlung mitgegeben werden darf, da sonst die Gefahr der Verbreitung besteht. Hierfür stehen der Bevölkerung durch den KVR die orangen Neophytensäcke gratis zur Verfügung. Interessierte können die Neophytensäcke bei der Gemeinde beziehen und mit der Kehrichtentsorgung mitgeben.